Schauspielerin Madlen Kaniuth über das Lipödem (Reiterhosen) - und warum sie sich operieren ließ

Foto: Melanie Nador
Foto: Melanie Nador

Schauspielerin Madlen Kaniuth hat 20 Jahre lang unter ihren dicken Beinen gelitten. Blaue Flecken und Schmerzen begleiteten sie trotz Sport und Diäten, bis sie erfuhr, dass es sich um eine Krankheit handelt: Das Lipödem (oft fälschlicherweise 'Reiterhosen' genannt) kann tatsächlich behandelt werden. In einem sehr persönlichen Interview berichtet Madlen Kaniuth hier mutig und offen über ihre Krankheit.

Wie hast du festgestellt, dass es sich um eine Krankheit handelt?

Bis Anfang des Jahres 2014 kannte ich die Krankheit Lipödem noch nicht.

Dann machte mich eine Fotografin (Corinna Hansen-Krewer) darauf aufmerksam, dass es so eine Krankheit gibt und dass ich die auch haben könnte.


Natürlich habe ich erstmal alles von mir weggeschoben und geglaubt, dass ich KEINE Krankheit habe und dass ich selber Schuld daran bin, wie ich aussehe. Ich dachte mein Bindegewebe und mein Stoffwechsel sind vielleicht zu schlecht. Ich habe auch immer gedacht, dass ich beim Sport eventuell nicht genug an meine Grenzen gehe... Natürlich habe ich über die ganzen Jahre auch viele Diäten gemacht und dachte, dass dadurch meine Haut und mein Stoffwechsel noch mehr gelitten haben. Die Schmerzen und blauen Flecken versuchte ich zu ignorieren, und da ich das in fast meinem ganzen Leben nicht anders kannte, dachte ich immer, es sei normal und das hat jeder.


Als ich mich dann aber mit dem Lipödem und seinen Symptomen auseinander gesetzt habe, wurde mir schnell klar, dass die Fotografin Recht haben könnte. Dann bin ich auch ziemlich direkt zu einem Experten für Lymphe gegangen und habe mich untersuchen lassen. Der bestätigte dann sofort, dass es sich bei mir um ein Lipödem handelt.


Das war zum einen natürlich unangenehm zu hören, dass ich eine Erkrankung habe, aber zum anderen auch eine Erleichterung, denn ich hatte über mehr als 20 Jahre versucht, an meinen Beinen und Armen etwas zu ändern, was mir nie gelungen war und nun wusste ich, dass ich NICHT Schuld daran war. Für mich stand dann aber auch sofort fest, dass ich mich für die OPs entscheide, denn eine konventionelle Therapie wäre in meinem Beruf zeitlich unmöglich.


Foto: Madlen Kaniuth
Foto: Madlen Kaniuth

Was waren deine Symptome?

Die Symptome kamen bei mir schleichend. In der Pubertät bekam ich zunächst dickere Beine und schob das auf meine Gene... Ich dachte, dass ich so eine Figur nun mal habe. Dann hatte ich ständig blaue Flecken an den Beinen und wunderte mich darüber, weil ich mich nie erinnern konnte, woher die kamen... Die Schmerzen äußerten sich als Druckschmerz, den ich mehr als Hautschmerz wahrgenommen habe. Manchmal war es auch eine Art Wachstumsschmerz, den ich gar nicht einordnen konnte und zu ignorieren versucht habe .


Was den Druckschmerz anging, so habe ich immer gedacht, dass ich vielleicht mit meiner Ernährung nicht diszipliniert genug war und dachte, die Haut spannt sich deswegen. Manchmal tat einfaches Duschen schon weh!


Im Verlauf der Jahre, besonders im letzten Jahr, ist mir dann das Joggen immer schwerer gefallen. Plötzlich wurden die Beine immer schwerer und ich wurde dabei immer langsamer. Intuitiv (ich wusste ja nicht, dass ich eine Krankheit habe) habe ich immer Sportkompressionshosen getragen, weil das Joggen ohne diese gar nicht möglich war. Ich war eigentlich gut im Training: Ich bin 3x die Woche joggen gegangen, habe Muskelaufbau gemacht, Aquafitness, Schwimmen, Zumba, Reiten, Ski fahren,... und trotzdem wurde es mit der Zeit immer schwerer, das alles auszuüben.


Auch längeres Stehen ist mir immer sehr schwer gefallen. Ich wunderte mich oft darüber, dass meine Hosen morgens noch locker und entspannt saßen und abends auf einmal ganz eng waren. Als die Diagnose Lipödem dann gestellt wurde, war mir schnell klar, warum das alles so war.

Foto: Michael Schilling
Foto: Michael Schilling

 

 

Hat dich dein Körper psychisch belastet?

Neben den Schmerzen und damit verbundenen Belastungen hat mich natürlich auch mein Körperbild „gestört“. Besonders, weil ich immer Sport gemacht habe und diätisch gelebt habe... Das war leider nie sichtbar. Wie ich gelernt habe: Ein Lipödem ist NICHT durch Sport und Diäten positiv beeinflussbar. Der Oberkörper wird noch schmaler und die Arme und Beine beeinflusst das nicht. Ich habe mir auch psychologische Hilfe gesucht. Damit ist das Problem natürlich nicht beseitigt.


Optisch tat ich immer mein Möglichstes, um den vermeintlichen „Makel“ zu kaschieren. Wie gesagt, ich wusste ja nicht, dass ich eine Krankheit habe. Insofern war ich schon etwas erleichtert, als ich die Diagnose LIPÖDEM bekam. Ich wusste somit: Es ist NICHT meine Schuld.


 

Wo ist der Unterschied zu genetisch/ ernährungs-bedingten kräftigen Oberschenkeln?  

Der große Unterschied sind die Schmerzen! Wenn man sich ernährungsbedingt etwas zu viel „Speck“ angegessen hat, tut das nicht weh! Ein Lipödem verursacht Schmerzen. Bei manchen sind die ausgeprägter als bei anderen.

 

„Normales“ Fett kann man durch Sport und Diät beeinflussen, ein Lipödem NICHT. Dazu kommen die Folgeschäden, die ein Lipödem mit sich bringen kann. Das fängt bei Gelenkproblemen an, brennende und wunde Haut im fortgeschrittenen Stadium, usw. Darüber kann ein Fachmann natürlich bessere Auskunft geben.

 

Ein Lipödem MUSS behandelt werden, egal ob konservativ oder operativ, sonst verschlimmert es sich in den meisten Fällen und schädigt das Lymphsystem nachhaltig. Es kann auch zu einem sekundären Lymphödem führen... Das bedeutet dann zusätzliche Wassereinlagerungen, hängende Hautlappen und noch mehr Beschwerden. Den Betroffenen geht es meist sehr schlecht und einige von ihnen können sich kaum noch alleine fortbewegen und nur sehr eingeschränkt am Leben teilhaben.


 

Wie erkennt man den Unterschied? Oder kann das nur ein Arzt?

Eigentlich kann man das auch ganz gut alleine erkennen. Wenn leichte Berührungen oder sanftes Kneifen in Arme oder Beine schmerzhaft sind, kann man fast davon ausgehen, dass es sich um ein Lipödem handelt. Dann sollte man einen Facharzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. Es gibt einige Experten dafür in Deutschland. Aber gut ausgebildete Phlebologen (Ärzte für Gefäßerkrankungen, Anm. d. Red.) sollten es auch erkennen.

 

Ich habe in der Zwischenzeit gelernt, dass das Thema Lymphe im Medizinstudium leider zu kurz kommt. Daher ist es eine Art „Stiefkind“ in der Medizin und viele Ärzte kennen sich damit nicht aus und können auch ihre Patienten nicht aufklären und ihnen nicht helfen. Meine Erfahrungen mit Ärzten sind auch nicht gerade positiv, was das Thema angeht. Viele nehmen das Problem einfach nicht ernst und sagen einem, man sei adipös. Sie glauben den Patienten auch nicht, wenn sie sagen, dass sie Sport machen und sich gesund ernähren. LEIDER! Da fehlt die Aufklärung! Kaum zu glauben in unserer so modernen Medizinlandschaft...


 

Was kann man gegen das Lipödem tun?

Es gibt die konventionelle Methode und die operative Methode, um ein Lipödem zu behandeln: Die konventionelle Methode besteht aus Lymphdrainagen (mindestens 2 Mal die Woche) und Kompressionsbekleidung an den Beinen und gegebenenfalls auch an den Armen, die man täglich mindestens 12 Stunden (besser mehr) tragen muss. Diese Therapie muss man ein Leben lang machen. Es können auch Kuren zur Linderung der Beschwerden helfen. Man muss aber auch betonen, dass die konventionelle Methode lediglich dazu dient, die Schmerzen zu verringern. Mehr schafft man damit nicht.

Bei der operativen Methode werden die erkrankten Fettzellen mittels Absaugung entfernt. Das muss von Lymphexperten durchgeführt werden, weil die es mit einer ganz bestimmten Technik parallel zu den Lymphbahnen machen, damit diese nicht verletzt werden. Außerdem ist des wichtig, das GESAMTE erkrankte Gewebe zu entfernen und nicht nur (wie es z.B. in der Schönheitschirurgie gehandhabt wird) stellenweise abzusaugen.

 

Das wird meistens in mehreren OPs gemacht. In meinem Fall sind es drei Eingriffe. Wenn man pro Eingriff zu viel Gewebe entfernt, ist das für den Körper und den Kreislauf zu belastend.

 

Nach der OP muss dann noch für ein paar Wochen das Lymphsystem trainiert werden durch Lymphdrainagen und Kompressionsbekleidung. Danach verspricht die Methode Schmerz- und Beschwerdefreiheit und in vielen Fällen müssen Betroffene keine Kompressionsbekleidung mehr tragen und brauchen auch keine Lymphdrainagen mehr. Sie sind somit in ihrer Lebensbestimmung wieder frei.


 

Ist das nicht eher eine Schönheits-OP?

Ganz klar: NEIN! Man bedient sich lediglich des gleichen „Werkzeuges“ bei der OP. Das ist dann aber auch schon alles. Die OP ist eine medizinische Indikation und dient der Beseitigung einer Krankheit. Es geht NICHT um eine optische Verschönerung.

Die OP bringt natürlich zwangsläufig eine Reduktion des Bein- und Armumfanges mit sich. Das ist aber NICHT vorrangig.



Wie teuer ist die Behandlung? Zahlt das die Kasse?

Die Kosten für so eine OP sind ganz unterschiedlich, je nachdem wo man diese durchführen lässt. Das ist sicher auch von Fall zu Fall verschieden, je nachdem in welchem Stadium sich die Person befindet. (Anmerkung: das Lipödem hat drei Stadien) Meine OP kostet etwa 4.500 Euro pro Eingriff. In der Summe ist aber auch ein stationärer Aufenthalt für eine Nacht enthalten sowie die Kompressionsbekleidung für die postoperative Behandlung, etc. Hinzu kommen pro Eingriff die Anästhesiekosten von etwa 850,00 Euro.

 

Dieser Eingriff ist (LEIDER) keine gesetzliche Kassenleistung. Obwohl es auf Dauer sehr viel günstiger für die Krankenkassen wäre als eine lebenslange konventionelle Therapie. Und man vermeidet dazu noch die Kosten von Folgeerkrankungen. Die konventionelle Therapie wird von den Kassen gezahlt, aber oft auch nicht in vollem Umfang, wie es nötig wäre. Man braucht in vielen Fällen von der Krankenkasse eine Dauermedikation, damit man ausreichend Lymphdrainagen bekommt. Leider ist selbst das oft ein Kampf.

 

Es gab auch schon Fälle, bei denen die Kasse die OPs vollständig übernommen hat.

Dafür kämpfen viele Betroffene, dass sich endlich etwas verändert. Aber um eine Veränderung herbeizuführen, muss man in der Politik ansetzen.

 

Es gibt auch eine Petition dafür, die gerne unterzeichnet werden darf:

Kostenübernahme der Liposuktion bei Lipödem durch Gesetzliche Krankenkassen



Bist du jetzt zufrieden mit deinem Körper?

Ich habe ja erst eine von drei OPs hinter mir... Soviel kann ich natürlich noch nicht sagen. Aber (nach nicht einmal zwei Wochen nach der ersten OP) ist mir aufgefallen, dass mir das Stehen schon viel leichter fällt als vorher und die Beine fühlen sich auch schon etwas leichter an. Das finde ich schon erstaunlich! Etwa 1 ½ Jahre nach der dritten OP ist das endgültige Ergebnis erkennbar. Ich erhoffe mir natürlich Schmerz- und Beschwerdefreiheit und dass der weitere Verlauf der Krankheit gestoppt ist.

Foto: Melanie Nador
Foto: Melanie Nador

Madlen Kaniuth (40) ist Schauspielerin und Sängerin und spielt in der RTL-Soap „Alles was zählt“ die Sekretärin Brigitte Schnell. Zudem war sie in einigen TV-Gastrollen zu sehen, u.a.  "Tatort“, "Wilsberg“, "Pastewka" und "Notruf Hafenkante“. Ihre Premiere in einem Kinofilm feierte Kaniuth 2002 mit der internationalen Produktion „Le Anime Veloci“, für die sie in Mailand und Berlin vor der Kamera stand. Ihre aktuelle Kinoproduktion „Happy End“ wurde im Sommer 2013 abgedreht. Madlen Kaniuth ist zudem Frontfrau der Coverbands „80 Special“ und „Nightliners“.

Madlen Kaniuth engagiert sich ehrenamtlich für Kinderlachen e.V. und die Deutsche Knochenmarkspenderdatei DKMS und ist Botschafterin der Lipödem Hilfe Deutschland e.V. Sie lebt in Köln.

 

Hier geht es zur Homepage von Madlen Kaniuth.

 

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Kommentare: 25
  • #1

    Olivia (Mittwoch, 01 Oktober 2014 10:43)

    Sehr interessanter und bewegender Artikel!!! Ich hoffe, Madlen wird das alles schaffen und letztendlich die Krankheit überwinden!

  • #2

    Kathi (Mittwoch, 01 Oktober 2014 13:51)

    Ohje :/ Ich musste sofort an Jemanden denken...an MICH.
    Ich hatte schon immer diese "Reiterhosen",über 10kg abgenommen...nur dort nicht.
    Seit meiner Schwangerschaft letztes Jahr sehen meine Beine aus,als würde ich mich spritzen...überall blaue Flecken.
    Oftmals, wie auch in dem Artikel steht, weiß ich überhaupt nicht,wo die herkommen.
    Und die Schmerzen habe ich auch sehr häufig,dachte nur das sie vom Rücken kommen.
    Vielleicht sollte ich auch mal einen Arzt aufsuchen?! :/

  • #3

    Tehler, Marion (Mittwoch, 01 Oktober 2014 16:31)

    Hallo, liebe Jutta Rogge-Strang,

    vielen herzlichen Dank für diesen Artikel, der hoffentlich großflächig verbreitet wird. Madlen ist seit kurzem unsere Botschafterin - für das Lipödem und den Verein Lipödem Hilfe Deutschland e.V.
    Dieses Interview spiegelt genau das wieder, was ca. 5 Millionen betroffene Frauen tagtäglich denken. Der Großteil davon weiß jedoch überhaupt nichts von der Erkrankung und deshalb ist es umso wichtiger, dass solche (ungeschönten und ehrlichen) Beiträge veröffentlicht werden. Wir kämpfen seit mittlerweile 3,5 Jahren mit inzwischen 170 Mitgliedern dafür, dass das Lipödem als chronische Krankheit anerkannt und entsprechend behandelt wird. Dennoch gibt es immer noch sehr viele Ärzte, die sich damit einfach nicht befassen (wollen). Ebenso steht die lymphologische Liposuktion (NICHT ästhetisch!) nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen und somit sind die Kassen nicht verpflichtet, die Kosten dafür zu übernehmen. Manche Kassen machen selten mal eine Ausnahme und übernehmen die Kosten doch, andersherum schmettern sogar Sozialgerichte die Klagen ab.

    Die Krankheit muss öffentlich gemacht werden. Zum Glück sehen sich immer mehr Frauen in der Lage, mit der Erkrankung offensiv um zu gehen, sich nicht mehr verstecken zu müssen und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen.

    Unser Dank geht auch an dieser Stelle noch mal an Madlen, die den Mut aufgebracht hat und die Operationen, trotz ihres Berufes und ihres Bekanntheitsgrades, nicht still und heimlich durchführen lässt, sondern uns daran teilhaben lässt und dabei unterstützt, dass das Lipödem mit all seinen Facetten bekannter wird. DANKE!

    Mit freundlichen Grüßen
    Marion Tehler

  • #4

    Indi (Freitag, 03 Oktober 2014 10:43)

    Hallo und guten Tag,
    eine vielleicht nützliche und kostenlose Idee!? Schon einmal über den Darm nachgedacht? Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Histamin Unverträglichkeit kann Ödeme auslösen. Gelesen unter www.lipolymphoedem.de/lipoedem
    freundliche Grüße und viel Erfolg!

  • #5

    Alexandra (Dienstag, 09 Dezember 2014 15:17)

    Guten Tag,

    ich leide auch an einem Lipödem, welches durch Zufall bei einer anderen Untersuchung diagnostiziert wurde.
    Sämtliche Artikel und Hilfestellungen zu diesem Thema habe ich schon gelesen. Natürlich bringt eine gesündere Lebensweise, besonders was Ernährung und Bewegung betrifft, schon eine leichte Besserung, dennoch keine wirkliche Abhilfe.
    Angeblich spielen auch erhöhte Entzündungswerte dabei eine Rolle.
    Es gibt viele Ansätze.
    Jedoch ist ein wesentlicher Teil sich erstmal von dem bereits erkrankten Gewebe zu befreien, eben über Liposuktion.
    Von daher ist es wirklich wichtig, dass das Thema öffentlicher gemacht wird!!!!!
    Hier darf sich auch jeder eintragen, der uns unterstützen will:

    http://www.avaaz.org/de/petition/Petitionsausschuss_des_Bundestag_Kostenuebernahme_der_Liposuktion_bei_Lipoedem_durch_Gesetzliche_Krankenkassen/?cisLMib

    DANKE!!! MFG Alexandra

  • #6

    Irina (Freitag, 16 Januar 2015 21:57)

    Auch ich leidete an einem Lipödem 2 Grades und habe nun die 2 erfolgreiche Operation an Armen und Beinen hinter mir. Die erste Operation war Ende Oktober 2014 und schon jetzt sind sind die Ergebnisse überwältigend und keine Schmerzen beim Sport mehr. Meine Strumpfhose lagert jetzt im Schrank, gerne trage ich noch das Mieder im Flieger oder an Tagen, an welchen ich viel Stehe. Mein Leben hat sich durch die OP total verändert und ich würde den Eingriff jederzeit wieder vornehmen.

    Danke an Frau Dr. Wörle

  • #7

    tanja (Samstag, 28 Februar 2015 20:37)

    Vielen Dank fuer die offenen Worte, bei mir hat sich das lipödem jetzt extremst verstärkt. Hoffe, dass die Kasse fuer die op übernimmt. Die Beine werden immer schwerer.e

  • #8

    neeeha (Samstag, 14 März 2015 09:23)

    schöner Blog :)
    weiterso! freu mich auf mehr News! :)
    wow wie schön <3

  • #9

    Silke (Donnerstag, 14 Mai 2015 01:43)

    Ich habe mich so riesig über den Artikel von Ihnen in der Zeitschrift Bunte diese Woche gefreut. Endlich wird mal auf das Thema Lipödem und Lymphödem aufmerksam gemacht. Auch ich leide sehr unter dieser Erkrankung. Traue mich nicht mehr in Schwimmbad, im Sommer immer lange Hosen, Urlaub am Meer immer angezogen und starke Berührungsschmerzen in den Beinen. Ich schäme mich so und meine Lebensqualität ist enorm eingeschränkt. Wie gerne hätte ich mal einen Rock oder ein Kleid an oder eine engere Hose. Aber leider geht das gar nicht. Auch das Schwimmbad meide ich, weil die Blicke dann immer auf die Beine gehen, dabei würde mir schwimmen so viel Spaß machen.
    Danke für die Öffentlichkeitsarbeit zu diesem belastenden Thema.

  • #10

    Renate (Dienstag, 19 Mai 2015 09:52)

    Ich kann Deinen Leidensweg nach vollziehen, da ich selbst betroffen bin! Es könnte meine Geschichte sein! Von einem Arzt kam die Diagnose: zu dick, abnehmen, mehr Sport, täglich 800 mg Ibuprofen!! Bis ich vor einiger Zeit die Diagnose in der Földiklinik in Hinterzarten bekam. Seit dem geht es mir zumindest psychisch besser. An die OP wage ich mich noch nicht! Ich hoffe der Artikel in der Bunte und Dein Buch bringen Wirbel in die Ärzteschaft und Krankenkassen! Wir sollten für unsere Anerkennung kämpfen. Vielleicht kannst Du mit Deinen Möglichkeiten mehr erreichen! Ich werde sofort Dein Buch lesen!
    Vielen Dank und mach weiter so!

  • #11

    Brigitte Walch (Dienstag, 09 Juni 2015 14:56)

    Hallo, danke für das Buch und den Artikel, ich habe viele Jahre gelitten und sehr spät die Diagnose erhalten und lebe ohne OP aber mit Kompression und Lymphdrainage und danach mit den gewickelten Beinen und gebe meine Erfahrungen in der Augsburger Selbsthilfegruppe LyLiOed an Betroffene weiter und jetzt auch die Info zum Buch und habe auch das Lympholocicum und das Lymph-Netz Augsburg auf Sie aufmerksam gemacht. Herzlichen Dank!!

  • #12

    Heike (Mittwoch, 17 Juni 2015 16:16)

    Ich habe auch das Lipödem und bin im Moment ziemlich am Ende, ich nehme immer mehr zu obwohl ich mich gesund und bewusst ernähre. Sport habe ich bis vor drei Monaten drei mal in der Woche gemacht was bei mir die Sache verschlimmert hat , von der kraft in den Beinen geht es jetzt garnicht mehr . Trotz Therapie habe ich immer noch schmerzen vor allen jetzt wo es so heiß ist. Ich Freu mich das sie es so hin bekommen haben aber so eine op kann ich mir nicht leisten

  • #13

    Patrizia (Montag, 29 Juni 2015 20:50)

    Auch ich war vor 10 Jahren (damals 23) in der Földiklinik. Dort wurde ich nach 2, 5 h Wartezeit heimheschickt. Da es kein Lymphödem, sondern ein LipoLymphödem sei, könnte man mir für Lymphdrainage keine Dauerverordnung verschreiben. Seither imner wieder Diäten und Sport. Seit 2013 trage ich Flachstrickstrümpfe. Diesen Herbst bekomme ich dank einer neuen tollen Ärztin eine Entstauungskur. Aber mein Ziel ist die Op, welche ich mir jedoch nicht leisten kann und daher für die Aufnahme in den Leistungskatalog der Gesetzl. Krankenkassen.
    Noch ein paar Kilos Bus zum Normalbetrieb des BMI und dann wird der Kampf mit der Kasse losgehen.

  • #14

    rainer h. kraus (Freitag, 16 Oktober 2015 12:43)

    Ich möchte Sie auf www.lipoedemportal.de aufmerksam machen. Das ist die derzeit umfassendste Informationsquelle zum Thema „Lipödem“ in deutscher Sprache und ist erst seit Ende August im Internet.

    Liebe Grüße und alles Gute

    rainer h. kraus

    www.lymphverein.de

    www.lymphe-und-gesundheit.de

    www.oedem-assistent.de

    Mitgliedschaften:
    Verein zur Förderung der Lymphoedemtherapie e.V. (Vorstand) – www.lymphverein.de
    Lymphselbsthilfe-Bundesverein – www.lymphselbsthilfe.de
    Berufsverband der Lymphologen e.V. – www.lymphologen.de
    Deutsche Gesellschaft für Lymphologie e.V. – www.dglymph.de
    Partenariat Français du Lymphœdème (PFL) – www.lympho.org


  • #15

    moni (Sonntag, 15 November 2015 23:32)

    Hallo Madlen, habe leider auch die Krankheit Lipödeme und möchte mich auch operieren lassen. Würdest du mir sagen ,von wem Du operiert wurdest
    ??

  • #16

    Monika (Samstag, 23 Januar 2016 12:51)

    Hallo liebe Madleen

    Ich würde auch gerne wissen wo du operiert geworden bist

    Vielen Dank

    Schön das du so mutig bist

  • #17

    Mathias (Montag, 08 Februar 2016 14:30)

    Dieser Artikel ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Jedoch sehr gut geschrieben und ich stimme mit allem. Mein Kompliment an den Autor!

  • #18

    Anja (Mittwoch, 13 April 2016 09:19)

    Hallo zusammen, ich habe meine 1. von zwei OP's gerade hinter mir, es wurden die Unterschenkel gemacht und in 4-6 Monaten sind dann die Oberschenkel dran...auch bei mir war die anfängliche Diagnose "bisschen mehr Sport und FDH, dann wird das schon" von den Ärzten abgetan. Ich glaube es gibt keine Diät auf dieser Welt die ich nicht ausprobiert habe-und nichts hat funktioniert...auch Sport wie Walking..Zumba. ..Crosstrainer ect... brachten nicht den gewünschten Erfolg. Dann aber wurde die Krankheit erkannt...ich stellte den Antrag zur Kostenübernahme bei der Krankenkasse und kurze Zeit später erhielt ich die wahnsinnig tolle Nachricht das die Kosten übernommen werden.
    Die OP ist auch gar nicht schlimm gewesen...ich habe keine Schmerzen danach gehabt nur beim Laufen das Gefühl eines ordentlichen Muskelkaters und das lässt sich aushalten. ..
    Ich drücke allen die Daumen das eure Krankenkassen auch die Kosten übernehmen.
    LG

  • #19

    Jörg Handloser (Dienstag, 03 Mai 2016 13:51)

    Guten Tag zusammen,

    Fachärzte zählen Lipödeme zu den Top drei der häufigsten Frauenkrankheiten: Die Fettverteilungsstörung führt zu Schwellungen meist an Ober- und Unterschenkeln, zu schmerzhaften Reiterhosen und säulenartig geformten Beinen. Die Ursachen sind unklar, vermutlich aber hormonell bedingt. Als einziger Ausweg galt bisher die Fettabsaugung. Doch auch mit der HYPOXI-Methode erzielen Betroffene gute Erfolge im Kampf gegen die unproportionalen und schmerzhaften Fettablagerungen – ganz ohne Skalpell. Eine Untersuchung soll nun klären, inwieweit HYPOXI beim Thema Lipödem helfen kann.

    www.lipoedem-blog.de

    Ab März werden acht Probandinnen, die an einem Lipödem leiden, in einem autorisierten HYPOXI-Studio drei Monate lang ein HYPOXI-Training absolvieren. Dr. Manuel Cornely, Leiter der CG Lympha, der Praxis für Operative Lymphologie am St. Hildegardis Krankenhaus in Köln übernimmt die Erstuntersuchung der Probandinnen und bewertet im Anschluss die Ergebnisse. „Ich bin sehr gespannt, welche Aussagen wir nach den drei Monaten treffen können“, erklärt Dr. Cornely. „Der Leidensdruck bei den betroffenen Frauen ist groß, dennoch lässt ein operativer Eingriff viele zögern – natürlich bieten wir in unserer Praxis auch konservative Therapien wie manuelle Lymphdrainagen an. Könnten wir mit HYPOXI neue Behandlungswege finden, wäre das für unsere Patientinnen ein wichtiger Schritt.“

    Bereits 2010 hat eine wissenschaftliche Studie des Medizinischen PräventionsCentrum Hamburg unter der Leitung von Prof. Dr. Bamberger bewiesen, dass ein gezielter Fettabbaumit der HYPOXI-Methode möglich ist. Entwickelt für eine schönere und straffere Silhouette, hilft die HYPOXI-Methode aber nicht nur bei ästhetischen Problemen. Die Methode verbessert die Stoffwechselaktivitäten im Unterhautfettgewebe, erhöht die Durchblutung und unterstützt das Lymphsystem. Von diesen Effekten sollen künftig auch Frauen profitieren, die unter Lipödemen leiden.

    Ich informiere gerne weiter üebr das Thema
    Beste Grüße
    joerg handloser

  • #20

    joerg handloser (Donnerstag, 09 Juni 2016 14:15)

    verehrte Damen,
    bei der Studie zum Thema Lipödem und Hypoxi sind aufsehenerregende Ergebnisse zu verzeichnen. Schauen Sie vorbei und erleben sie die mutmachenden Fortschritte der Damen:
    http://www.lipoedem-blog.de

    Beste Grüße
    joerg handloser

  • #21

    fettabsaugen-nrw (Samstag, 16 Juli 2016 18:41)

    Sehr gut geschriebener Artikel. Vielen Dank dafür.

  • #22

    Reinhard Weber (Sonntag, 28 August 2016 19:03)

    Wieder einmal mehr bestätigt, dass unsere Krankenkasse nur noch abkassiert. Ich hatte eine Kurzsichtigkeit von 6,75 und eine Differenz von beiden Augen mit 3,75.
    Könnte also genauso wenig dafür, wie die Sache Lipödem. Lasern also auf eigene Kosten 2011 mit bis dato äußerst positivem Erfolg. Lieber gibt eine AOK , TK usw. Hohe Beträge für mehrfachen Rehasport und dgl. aus, bevor nachweißlich gute ( vor allem nachhaltig, für die Seele) Behandlungen nicht oder nur teilweise erstattet werden. Jetzt kommt auch noch eine weitere Situation mit Millionen Flüchtlingen dazu, die auch wiederum finanziert werden muss. Eine Dilemma und schade für alle, die derartige Leiden haben!

  • #23

    Bettina (Sonntag, 04 September 2016 11:21)

    Macht bei der Petition mit. Es sind immer noch zu wenig. Schickt den Link an Verwandte und Freunde.
    Zusammen sind wir stark und können es schaffen.

    Ich hab das lip bzw.lymphödem seit 25 Jahren und erst vor einem Jahr hat mich jemand drauf hingewiesen, dass es sich um eine Krankheit handelt. Ich dachte, dass ich mit dieser Figur leben müsse. Abgesehen von den Schmerzen, die keiner zuordnen konnte, hab ich vor lauter hungern und weiterhin dicke Oberschenkel sehr starke psychische Probleme gehabt. Der Phlebologe hat's nicht mal erkannt. Ich war bei einem speziellen Lymphologen ,die es sehr selten gibt. Ich bin so froh, Madlen diese Krankheit bekannt macht.
    Seit Jahren spreche ich über Fettabsaugung. Jeder belächelt mich, aber leider kann ich die 16.000 Euro sowieso nicht aufbringen. Wie ich es gelesen habe,muss das auch ein spezieller Arzt machen. Bei einer normalen Fettabsaugung können später ganz häßliche Dellen entstehen.

  • #24

    Nina (Dienstag, 24 Januar 2017 20:30)

    Vielen Dank für den tollen Beitrag und den Einblick in den Alltag einer Schauspielerin. Nicht nur figürlich kommt man in diesem Beruf oft an seine Grenzen.

  • #25

    Kira (Montag, 13 November 2017 11:48)

    Vielen Danke für den Artikel, der mir wirklich Hoffnung gibt. Ich habe genau wie Madlen jahrelang unter meinen Beinen gelitten. Dabei habe ich auch die Schmerzen verschwiegen - ganz nach dem Motto: Das muss so sein, ich habs verdient, weil ich fett Beine habe. Nicht mal Schokolade wollte ich irgendwann noch essen, habe mich bei allem schlecht gefühlt. Durch Zufall fand ich die passende Diagnose, jetzt stehe ich kurz vor meiner ersten OP. Ich habe lange gespart, denn was viele nicht wissen: Neben den seelischen Belastungen ist es auch eine finanzielle, denn die Operationen werden nicht von der KK übernommen. Nicht mal teilweise.
    Ich arbeite mittlerweile in einem Geschäft für Übergrößen, habe mich an meinen Körper gewöhnt und habe glaube ich das besondere Talent, Frauen das Gefühl zu geben, dass sie schön sind, wie sie sind.
    Dieser Artikel muss verbreitet werden und die Menschen aufgeklärt werden!

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